Schtonk | Nach dem Film von Helmut Dietl

  Sa., 02. Mai 20 | 19:30

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Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway sprach das erste Mal das Unwort des Jahres 2017 ‚Alterna­tive Fakten‘ aus. Nicht-Belegbares als Tatsache zu behaupten, trifft auch auf den ebenfalls nominierten Begriff ‚Fake News‘ zu. Nicht einmal einen Monat nach der Bekanntgabe des Unworts fand die Urauf­führung der Theateradaption des Films SCHTONK! statt. Die gefälschten Hitler-Tagebücher, um die es darin geht, sind ein Paradebeispiel dafür, wie die Sensationsgier nach einer Megastory jede journalisti­sche Sorgfalt aushebelt. Im Gegensatz zum Internet­zeitalter waren die Auswirkungen damals jedoch begrenzt.

Im April 1983 erklärte das Magazin stern, dass sich Adolf Hitlers geheime Tagebücher in seinem Besitz befänden. Wenige Tage später begann die Veröffentlichung von Tagebuchauszügen (Auflage: 2,4 Millionen!). Es dauerte nur zwei Wochen, bis eine BKA-Untersuchung bescheinigte, dass es sich bei den Büchern um Fälschungen handelte. Insgesamt 9,34 Millionen D-Mark hatte der stern bis dahin für die Beschaffung der insgesamt 62 Bände an den Fälscher Konrad Kujau bezahlt. Helmut Dietl ver­filmte die Geschichte des bislang größten deutschen Medienskandals 1992 unter dem Titel SCHTONK!.

Diese so groteske wie geniale Komödie findet nun den Weg auf die Bühne nach Gersthofen.

Die Aktualität des Stücks [liegt] in der schamfreien Gewissenlosigkeit, mit der Fake News produziert werden. Man wird „SCHTONK“ in naher Zukunft sicher öfter auf deutschen Theaterbühnen zu sehen bekommen. Spiegel Online